»Am Anfang war das Wasser ...«

Jonas: »Pit, das ist lustig: Wasser das nicht nass ist!«

Pit: »Stimmt. Mit der Seefolie wird keiner nass. Es gibt aber eine Reihe von Möglichkeiten. Aber fangen wir mit der einfachsten an.«

Gewässergestaltung auf die einfache Art

Zur Gewässergestaltung stehen dem Modellbauer bei FALLER verschie­dene Materialien zur Verfügung. Die wahrscheinlich einfachste Art stellt Seefolie dar und das insbesondere dann, wenn zur Untergrund­gestaltung lediglich das dem Bausatz beiliegende Farbblatt hellblau oder olivgrün verwendet wird. Aber auch ein komplett durchgestaltetes Bett kann mit der Seefolie zum perfekt gestalteten Gewässer avancieren.

Und so wird es gemacht
Zur Gestaltung des Seegrunds dienen zwei Styrodurplatten. Aus der oberen müssen nun die Umrisse des Sees herausgetrennt werden. Die Seeränder und der Seegrund werden anschließend mit bereits braun eingefärbtem Hydrozell oder Geländebau-Spachtelmasse modelliert.

In die noch feuchte Masse können mit Dunkelgrün vorsichtig schon tiefere bzw. bewachsene Stellen des Seegrund gemalt werden, wenn das Spachtelmaterial zuvor nicht zu nass aufgetragen wurde. Auch lassen sich Steinchen, Schotter, Geröll, aber auch Flocken oder Vlies­stückchen zu diesem Zeitpunkt vorteilhaft im Boden einbetten. Bei der Farbgebung ist aber zu beachten, dass sich die Farbintensität nach Trocknen der Spachtelmassen deutlich reduziert. Dies gilt insbesondere für die bereits werkseits eingefärbten FALLER-Geländebau-Spachtel­massen 170654 und 170655!

Nachdem die Seefolie auf die Gewässerufer aufgelegt ist, werden deren Ränder exakt mit einem Filzschreiber auf der Folie angezeichnet und ausgeschnitten. Nun heißt es Geduld aufzubringen und das völlige Durchtrocknen des Seegrunds abzuwarten. Das kann, je nach verwandtem Material und Schichtstärke (insbesondere bei Hydrozell) durchaus mehrere Tage dauern! Wer das nicht beachtet, muss später ggf. mit unschöner Kon­densatbildung unterhalb der Seefolie rechnen!

Nun wird die bereits vorbereitete Seefolie auf das Ufer gelegt und dort fixiert. Dies kann durch Einspachteln am Uferrand geschehen, wodurch eine steilere Böschung entsteht oder im auslaufenden Sandstrand mit FALLER-Wassereffekt vorgenommen werden. Dieses Material kann außerdem herangezogen werden, wenn das Schnittmuster der Folie nicht hundertprozentig zum Ufer passt und dadurch Nacharbeiten nötig sind. Das im Lieferzustand weiße Material wird nach länger andauerndem, völligen Durchtrocknen nahezu wasserklar und ist dann von der Seefolie nicht mehr zu unterscheiden.

Die Einsicht in den Gewässergrund erfordert, dass Gegenstände oder Figuren ebenfalls in die Folie eingearbeitet und nicht nur darauf gesetzt werden können. Als Beispiel dient hierzu das Bootshaus mit seinen im Seegrund verankerten Standpfählen. Hier muss für den einzuarbeitenden Gegenstand ein Loch in die Folie gestochen werden. Beim Bootshaus wurden die Enden der Pfosten mit Farbe betupft und davon an der vorgesehenen Stelle ein Abdruck auf der Folie vorgenommen. Nach Ausstanzen der Löcher kann dann das Bootshaus ins Wasser „getaucht“ und am Ufer und im Seegrund verankert werden.

Ein interessanter Blick ergibt sich übrigens, wenn das Gewässer bis an den Anlagenrand reicht. In diesem Falle lässt sich die Wassertiefe zum Rand hin mit einem Acryl- oder dickeren, klaren Polystyrol­strei­fen darstellen, auf den die Seefolie am oberen Rand aufgeklebt wird. Aus dieser Position heraus kann man einen Blick aquariumsgleich in das gestaltete Gewässer werfen.
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